#1 Stadtnomaden & Sinnfrage
- Simon Glauser
- 2. Feb. 2017
- 1 Min. Lesezeit
Es ist ja nicht so, dass ich besondere Sympathien für Menschen empfinde, die in Bauwagen wohnen. Im Gegenteil. Ich kann grundsätzlich nicht verstehen, warum es Menschen gibt, die im URBANEN Raum den Anspruch erheben, als alternative Wohnform in hüttenähnlichen Bruchbuden auf Brachland zwischen Entsorgungshof und Autobahnzufahrt hausen zu wollen. Warum sollte man das tun wollen?
Die für mich unverständliche und teils arrogante Anspruchshaltung dieser alternativen Wohngruppen gegenüber den Behörden und der restlichen Gesellschaft trägt massgeblich zu meiner Antipathie bei. Sie verlangen nämlich von der Stadt Bern, dass man ihnen für diese Wohnform Grundstücke kostenlos zur Verfügung stellt. Und nicht nur eines. Nein, sogar mehrere - so dass sie jeweils in einem zwei bis drei monatlichen Turnus ihren Lebensstil als "Stadtnomaden" leben können.

Vor ein paar Jahren durfte das Stadtberner Stimmvolk an der Urne darüber abstimmen, ob auf Stadtboden eine so genannte "Hüttendorfzone" errichtet werden soll. Ich habe mich vergeblich an vordersten Front politisch dagegen gewehrt. Das Volk hat der Vorlage deutlich zugestimmt - aufgrund von verschiedenen juristischen Einsprachen ist bis zum heutigen Tag jedoch keine alternative Wohngruppe auf dem dafür vorgesehenen Platz im Westen von Bern aufgetaucht.
Warum tust du das...?
Die Menschen in meinem Umfeld, die meine politische Einstellung und meine Abneigung gegen alternative Wohnformen kennen, fragen sich zurecht, warum ausgerechnet ich einen Bauwagen zum Wohnwagen umbaue. "Es gibt immer etwas zu tun." - dieser Werbeslogan von Hornbach trifft es wohl am besten. Ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen, tollen und schönen Dingen, die man selbst bauen oder umbauen könnte. Hier eine Auswahl von Projekten der letzten Jahre:





































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