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#3 Erster Kontakt mit Babette

  • Autorenbild: Simon Glauser
    Simon Glauser
  • 24. Apr. 2017
  • 2 Min. Lesezeit

Gespannt mache ich mich an diesem Montagnachmittag auf den Weg ins Bernische Krauchthal zur Firma Muhmenthaler. Dort wartet bereits mein Kollege Martin auf mich, der mir den Wagen verkauft hat. Das Objekt meiner Begierde steht in einer Halle - und dies seit ungefähr 15 Jahren. Ob dies ein Vorteil ist, kann ich bis jetzt noch nicht beurteilen. Ich denke jedoch, dass dies sicherlich besser ist, als wenn er während dieser langen Zeit der Witterung ausgesetzt gewesen wäre.

Der Anhänger ist 6 Meter lang und ca. 2,20 Meter breit. Die gelbe Aussenlackierung der Blechwände hat schon bessere Zeiten gesehen. Trotzdem macht der Wagen rein äusserlich einen ordentlichen Eindruck. Die ursprüngliche Besitzerin war die Baufirma Losinger. In der Folge wurde er von der Firma Muhmenthaler als mobile Werkstatt und Büro genutzt.

Der Wagen ist unterteilt in zwei gleich grosse Räume. Im hinteren Teil ist die Werkstatt mit einer grossen Werkbank, verschiedenen Schubladenschränken sowie einem grossen Kompressor untergebracht. Dieser Raum ist durch eine grosse zweiteilige Türe zugänglich. Der vordere Raum wurde als improvisiertes Büro genutzt. Eine Metalltafel, ein Dokumentenablage sowie ein kleiner Kühlschrank gehören zur Innenausstattung. Der Ofen ist ausgebaut. Auf der Längsseite befinden sich zwei kleine Fenster. Darunter eine Art Bank, deren Sitzfläche nach oben geöffnet werden kann (Stauraum).

Der ganze Wagen ist elektrifiziert und mit Neonröhren ausgerüstet. Das Fahrgestell sieht auf den ersten Blick in Ordnung aus. Auch das Blechdach sieht äusserlich gut aus. An der vorderen linken Kante scheint das Dach ein wenig beschädigt zu sein - ich hoffe, dass es trotzdem dicht ist. Der Wagen war während der ganzen Zeit aufgebockt. Auch war die Deichsel abmontiert.

Gespannt bin ich, was passieren wird, wenn wir den Wagen von den Böcken auf die Räder stellen. Also pumpen wir die Pneus vorsichtig auf und entfernen einen nach dem anderen die Holzblöcke unter den Achsen. Der Wagen steht auf seinen Rädern und es scheint alles in Ordnung. Bis zu seinem Abtransport lassen wir den Wagen jetzt stehen und beobachten, ob die Pneus nach dieser langen Zeit dicht geblieben sind.


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